Motivation statt Zwang für die junge Generation

In der Plenardebatte um den Antrag der CDU-Fraktion zum verpflichtenden Gesellschaftsjahr kritisiert Donata Vogtschmidt, jüngste Abgeordnete des Thüringer Landtages und Sprecherin für
Katastrophenschutz und Feuerwehr der Fraktion DIE LINKE, die Vorschläge zum verpflichtenden Gesellschaftsjahr für junge Menschen scharf:

„Die CDU-Fraktion fordert hier Zusammenhalt durch Zwang und drängt Minderjährige in ein Pflichtjahr, das entgegen den Interessen und Stärken junger Menschen nur in wenigen von der CDU ausgewählten Branchen stattfinden soll. Es benötigt eine finanzielle Aufwertung als ehrliche Wertschätzung, grade auch in den sozialen Bereichen statt junge Menschen als billige Arbeitskräfte einzusetzen.“

Auch die Bundeswehr in dieser Debatte mit einzubeziehen, sieht die Abgeordnete Vogtschmidt kritisch.

„Die Bundeswehr ist kein normaler Arbeitgeber. In Deutschland wurden im Jahr 2020 nach eigenen Angaben der Bundeswehr 1148 Minderjährige an der Waffe ausgebildet. Unserer Meinung nach 1148 Minderjährige zu viel“,

so Vogtschmidt weiter. Der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes hat Deutschland bereits 2014 aufgefordert, die Rekrutierung Minderjähriger einzustellen und Militärwerbung, die auf Kinder und Jugendliche abzielt, zu verbieten. Daher spricht sich die Fraktion DIE LINKE. im Thüringer Landtag ausdrücklich gegen das Bundeswehr-Programm „Dein Jahr für Deutschland“ und erst recht gegen militaristische Verklärung und Werbung aus.

„Zwingen wir also junge Menschen nicht zu ihrem Glück oder Unglück, sondern motivieren sie durch bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen. Vor allem aber sollten wir mit den jungen Menschen über ihre Perspektiven reden und nicht über ihre Perspektiven entscheiden“,

so die Abgeordnete abschließend.

Sprecherin für Katastrophenschutz & Feuerwehr

Donata Vogtschmidt

Als Sprecherin für Katastrophenschutz und Feuerwehr arbeite ich eng mit Menschen zusammen, die sich ehrenamtlich für das Leben anderer einsetzen oder ihre leidenschaftliche Berufung zum Hauptamt machten. Ein praxisnaher Austausch direkt vor Ort ist mir besonders wichtig für die eigene Arbeit im Thüringer Landtag, denn so können wir auf Landesebene die sinnvollste Basis an Ausstattung und Weiterbildung entwickeln.

Als Thüringerin, Mutter und Staatswissenschaftlerin stehe ich für eine kraftvolle Politik und freue mich unser Thüringen mit Ihnen zu gestalten!

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